Immer wieder frage ich mich, warum manche Leute eigentlich solche Angst vor uns Zahnärzten haben. Denn wir sind doch diejenigen, die viele von Schmerzen befreien oder dabei unterstützen, gesunde Zähne zu erhalten.

Liegt es am Gefühl, wenn ein anderen Mensch im Mund hantiert? An den Spritzen? Dem Geräusch des Bohrers? Natürlich kann es beim Bohren schonmal zu kurzen heftigen Schmerzen kommen. Die aber sorgen – genau wie die Spritzen und die anderen Instrumente im Mund – dafür, dass die langwierigen Schmerzen weggehen. Dass Menschen nicht wirklich gerne zum Zahnarzt kommen, kann ich verstehen, und mir sind auch schon einige Menschen begegnet, die regelrechte Angst vor dem Zahnarzt hatten.

Kein Verständnis habe ich jedoch für die Leute, die ihre eigene Angst vor dem Zahnarztstuhl auf ihre Kinder übertragen. Kinder haben grundsätzlich keine Angst vorm Zahnarzt. Bei ihnen wird beim ersten Besuch normalerweise nicht gebohrt, und sie wissen nicht, was vielleicht irgendwann einmal auf sie zukommen könnte. Wenn aber Eltern ihrem Kind vor dem Zahnarztbesuch immer und immer wieder Sachen einreden wie …

„Du brauchst keine Angst haben, es tut wirklich nicht weh! Nein, Du musst wirklich keine Angst haben! Ich bin doch dabei, und es tut bestimmt nicht weh!“

… dann brauchen sie sich nicht wundern, wenn das Kind stutzig wird und das eigene Bild des Zahnarztes plötzlich mit der eingeredeten Angst verbindet.

Liebe Eltern: Wenn Sie schlechte Erfahrungen beim Zahnarzt hatten, dann tut mir das aufrichtig leid. Nur bitte tun Sie Ihren Kindern den Gefallen, ihnen keine Ängste einzureden, die nicht nötig sind.