Sie haben bestimmt schon oft gehört, wie der Zahnarzt seiner Assistentin eine zweistellige Nummer genannt hat, z.B. 46 kariös oder 23 verlagert? Was meint er wohl damit? Mit der Nummer wird ein bestimmter Zahn benannt. Denn jeder Zahn hat eine Nummer im Zahnschema. Das Zahnschema ist ein System für die Bezeichnung der Zähne nach ihrer Position im Kiefer. Es gibt jedem Zahn eine zweistellige Nummer. Die erste Ziffer orientiert sich nach der sogenannten Gebisseinteilung. Dabei wird der Kiefer in vier Quadranten eingeteilt, die jeweils eine Nummer bekommen:

  • rechter Oberkieferquadrant: Ziffer 1 (bei Milchzähnen Ziffer 5)
  • linker Oberkiefer: Ziffer 2 (bei Milchzähnen Ziffer 6)
  • linker Unterkiefer: Ziffer 3 (bei Milchzähnen Ziffer 7)
  • rechter Unterkiefer: Ziffer 4 (bei Milchzähnen Ziffer 8)

Die zweite Ziffer benennt den Zahn innerhalb des jeweiligen Quadranten, wobei vom mittleren Schneidezahn nach hinten durchgezählt wird.

  • mittlerer Schneidezahn: Ziffer 1
  • seitlicher Schneidezahn: Ziffer 2
  • Eckzahn: Ziffer 3
  • erster Backenzahn: Ziffer 4
  • … und so weiter bis zum …
  • Weisheitszahn: Ziffer 8

Bei der Nummer 23 handelt es sich also um den Eckzahn im linken Oberkiefer. Dieses Zahnschema ist für uns Zahnmediziner sehr wichtig, und zwar für die Dokumentation und Kommunikation während und nach der Behandlung sowie mit den Zahntechnikern und Krankenkassen. Es wird im gesamten deutschsprachigen Raum einheitlich verwendet und ist weltweit das gängigste Schema. Wenn Sie mehr Fragen dazu haben, sprechen Sie uns gern an!

 

Zahnschema-Grafik CC-BY-SA-3.0 Kaligula