Heute verrate ich Ihnen ein Geheimnis. Es ist eines, das jeder Zahnarzt kennt, aber nur die wenigsten Eltern.

Dieses Geheimnis ist: Kein Kind hat Angst vorm Zahnarzt!

„Huch, wie kann das sein?“ fragen Sie sich jetzt vielleicht. Aber überlegen Sie mal und versetzen sich in die Lage eines Kindes, das noch nie beim Zahnarzt war. Die meisten Kinder haben ihren ersten Termin, wenn die ersten Milchzähne durchgebrochen ist, also im Alter von zwei bis drei Jahren. In diesem Alter wissen sie noch gar nicht, was ein Zahnarzt ist, also können sie auch noch keine Angst vor ihm haben.

Woher kommt die Angst vorm Zahnarzt also? Richtig, von den Eltern. Stellen Sie sich vor, eine Mutter oder Vater sagt: „Wir gehen zum Zahnarzt, aber Du musst keine Angst haben!“ Was passiert im Kopf des Kinds? Es verbindet das noch unbekannte Konzept „Zahnarzt“ mit dem vermutlich schon bekannten Konzept „Angst,“ und – zack! – ist der Grundstein gelegt für eine völlig unnötige Angst.

Das geschieht nicht absichtlich. Keine Mutter, kein Vater wird dem Kind absichtlich Angst beibringen. Wenn aber nur ein kleines bisschen Angst bei den Eltern vorhanden ist, kann sie sehr leicht auf die Kinder überspringen.

  1. Reden Sie neutral vom Zahnarztbesuch, er ist ein Arzt wie jeder andere auch. Ja, es kann schmerzen oder es kann nicht schmerzen. Aber beides muss nicht mit Angst verbunden sein.
  2. Fragen Sie sich selbst: Haben Sie Angst vorm Zahnarzt? Wenn ja, ist es Ihre Verantwortung, diese Angst zu lösen, damit Ihr Kind nicht eine ähnliche Angst entwickelt.
  3. Stellen Sie sicher, dass der Zahnarzt Ihres Kinds gut mit Kindern umgehen kann. (Vielleicht hat er oder sie eigene Kinder? Oft ist das hilfreich.) Fragen Sie bei der Terminvereinbarung, wie der Arzt mit Kindern umgeht.
  4. Versprechen Sie Ihrem Kind keine Belohnungen! Der Gang zum Zahnarzt ist weder Mutprobe noch Wettbewerb.
  5. Wenn Ihr Kind fragt, was der Zahnarzt macht, erklären Sie es neutral: Er untersucht, macht die Zähne sauber, und so weiter. Dies geht umso leichter, je entspannter Sie selbst sind und je neutraler Sie den Zahnarztbesuch einschätzen.

In unserer Praxis begrüße ich alle Kinder ohne Mundschutz und weißen Kitteln, ich gehe auf Augenhöhe und rede mit ihnen so, dass wir schnell in Kontakt kommen und Vertrauen entsteht. Ich bin stolz sagen zu können, dass sich hier bisher alle Kinder wohl gefühlt haben. Wenn Sie mit Ihrem Kind zu uns kommen, werden wir eine entspannte Atmosphäre schaffen, in der die Untersuchung und Behandlung fast zum Kinderspiel wird.