‚Ich habe bei Ihnen eine Parodontose festgestellt‘. Das ist eine Diagnose, die ich meinen Patienten leider häufig mitteilen muss. Darüber ist natürlich niemand erfreut und meist werde ich gefragt, wie es dazu kommen konnte. Deshalb möchte ich Ihnen heute mitteilen, was eine Parodontitis ist und wie ihr vorgebeugt werden kann.

Wenn Zahnbelag dauerhaft auf dem Zahn bleibt, kommt es im ersten Schritt zu einer Entzündung des Zahnfleisches, was sich durch Rötung und Schwellung des Zahnfleisches bemerkbar macht. Wird dies nicht behandelt, hat dies die Entzündung des Zahnhalteapparats, welche Parodontitis genannt wird, zur Folge. Dabei löst sich das Zahnfleisch von den Zähnen und es kommt zum Knochenabbau. Wird die Parodontitis nicht erkannt und deshalb nicht behandelt, könnte es zum Ausfall von Zähnen und weiteren schwerwiegenden Problemen kommen.

Ein Zahnarzt kann eine Parodontitis schnell feststellen: Er sieht sofort, ob die Zahntaschen zu tief (mehr als 2-3mm) liegen. Aber auch jeder selbst sollte auf erste Symptome einer Parodontose achten. Empfindliches Zahnfleisch, das beim Zähneputzen oder Einsatz von Zahnseide schnell blutet, ist ein Symptom einer Zahnfleischentzündung. Wenn auch noch das Zahnfleisch zurückgeht, Sie kleine Lücken zwischen Ihren Zähnen entdecken oder Ihr Zahnfleisch eine leuchtend rote Farbe bekommt, sollten Sie schnellstens zum Zahnarzt. Wenn die Zähne dann noch locker werden, ist es allerhöchste Zeit …

Vorbeugung einer Parodontitis

Um die Frage zu beantworten, wie einer Parodontitis vorgebeugt werden kann, hier eine Liste von Ursachen, die eine Parodontitis begünstigen und bei welchen Menschen ein erhöhtes Risiko für eine Parodontose besteht.

isikofaktoren einer Parodontitis sind:

  • Unzureichende Mundhygiene
  • Rauchen
  • Abwehrschwäche
  • Systemische Erkrankungen wie z. B. Diabetes
  • Genetische Faktoren
  • Hormonelle Probleme
  • Mangelernährung und übermäßiger Alkoholkonsum
  • Dauerstress

Zu den Risikogruppen zählen ältere und kranke Menschen, Raucher, Menschen mit Diabetes mellitus oder anderen systemischen Erkrankungen, gestresste Menschen sowie Menschen, die sich einseitig ernähren und übermäßig Alkohol zu sich nehmen.

Damit ist auch recht eindeutig geklärt, wie Sie der Parodontitis vorbeugen können:

  • Das A und O ist eine regelmäßige Mundpflege: Mindestens 2-mal täglich Zähneputzen und täglich Zahnseide anwenden, Zungenbelag entfernen und Mundwasser benutzen!
  • Denken Sie an die professionelle Zahnreinigung ca. alle 6 Monate! Hierbei können auch schon erste Anzeichen einer Parodontitis erkannt werden.
  • Verzichten Sie auf Zigaretten.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und achten Sie auf Ihren Alkoholkonsum.

Wenn nun aber doch die Parodontose bei Ihnen eingezogen ist, gehen Sie schnell zum Zahnarzt. Es gibt moderne Behandlungsmethoden, mit der sich eine Parodontitis gut einstellen lässt. Klicken Sie hier oder kommen Sie in der Praxis vorbei, wir beraten Sie gerne!